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Kreativtipps für Zuhause: Ostereier natürlich färben

Farbeneinmaleins:
Kurkuma – goldgelb:
Zehn Gramm fein gemahlene Kurkumawurzel/Kurkumapulver in einen halben Liter Wasser geben und etwa zehn Minuten lang kochen lassen.

Karotten – orangegelb:
250 Gramm möglichst klein geschnittene Karotten in einen Liter Wasser und den Sud 30 bis 40 Minuten köcheln lassen.

Rote Bete – rot:
Drei bis vier Knollen der Roten Bete schälen und diese anschließend 30 bis 45 Minuten lang zugedeckt köcheln lassen.

Spinat – grün:
300 Gramm Spinat mit Wasser bedecken und 30 bis 45 Minuten lang kochen lassen.

Blaukraut – blau bis petrol:
Zerkleinern (hobeln oder in Streifen schneiden) und 1 Stunde köcheln lassen und 1 weitere Stunde ziehen lassen.

So wird's gemacht:
Möglichst einen alten Emailletopf, der nicht mehr zum Kochen gebraucht wird, verwenden, da sich manchmal nicht alle Farbreste entfernen lassen. In Edelstahltöpfen können sich die Farben unter Umständen verändern. Vor dem Färben die – vorzugsweise weißen – Eier vorsichtig abwaschen, um sie von Schmutzresten zu befreien und ungleichmäßige Färbungen zu vermeiden.
Um keine Fingerabdrücke auf den gefärbten Eiern zu hinterlassen, die Eier beim Färbevorgang am besten nur mit einem Löffel bewegen. Den Farbsud zubereiten und außerdem einen Esslöffel Essig ins Wasser geben – so nehmen die Eier die Farbe besser an. Die Ostereier zehn Minuten im jeweiligen Farbsud kochen. Eine gleichmäßige Färbung erhält man, wenn man den Sud vorher abseiht. Belässt man die Pflanzenteile dagegen im Wasser, ergeben sich spannende Muster. Eier ab und zu (mit einem Löffel) bewegen, damit die Schale gleichmäßig Farbe annimmt. Soll sich die Farbintensität verstärken, lässt man die Ostereier nach der Kochzeit noch etwas länger im erkaltenden Farbbad liegen.

Muster:
Muster entstehen durch Trockentupfen mit einem sauberen alten Tuch (das Farbe abbekommen darf). Oder man prägt noch mit einem in Essig oder Zitronensaftkonzentrat getauchten Wattestäbchen Muster in die Färbung: Die Farbe wird an der mit Säure bearbeiteten Stelle gelöst. Zum Schluss das Ei mit ein paar Tropfen Speiseöl einreiben, das gibt Glanz.
Eine Verzierung in Blattform (wie auf dem Foto zu sehen) entsteht, wenn man ein Pflanzenblatt (hier ein Blatt Giersch) auf das Ei legt und das Ei beim Färben stramm in eine alte Feinstrumpfhose gibt.

Sonstiges:
Wer Lust hat, kann die Ergebnisse gern mit uns auf Facebook oder Instagram teilen: #GlentleitenEi

Und bitte nicht zu enttäuscht sein, sollte das Ergebnis nicht ganz dem gewünschten Effekt entsprechen - es handelt sich eben um Natur! Da kommen manchmal etwas andere Dinge raus als ursprünglich geplant. In jedem Fall ist das Eierfärben aber ein spannender Prozess. Viel Spaß dabei!