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Vorwerkhühner und Rebhuhnfarbige Italiener

Vorwerkhühner

Vorwerkhühner gelten als gutmütig, lebhaft und nicht scheu, sie sind wetterhart und robust. Der Kaufmann Oskar Vorwerk züchtete das Zweinutzungshuhn (Eier und Fleisch) ab 1900 aus verschiedenen Rassen (Lakenfelder, gelbe Oprington, gelbe Ramelslohern, Andalusier und Sotteghams). Bei freiem Auslauf sind sie sehr gute Futtersucher und daher sparsam im Futterzusatz.

Bei der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) ist ihr Gefährdungsstatus "Beobachtung".

Rebhuhnfarbige Italiener

Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts war das heute ausgestorbene Deutsche Landhuhn überall verbreitet. Durch Einkreuzungen von italienischen Landhühnern entstand daraus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Rasse Rebhuhnfarbige Italiener. Wegen ihrer guten Legeleistung von etwa 250 Eiern pro Jahr wurde sie zur beliebtesten Wirtschaftsrasse der damaligen Zeit.

Aufgrund ihres lebhaften Temperaments suchen die Tiere bei genügend Grünauslauf einen großen Teil ihres Futters selbst. Die Hähne sind sehr aufmerksam und stets bereit, ihre Herde gegen Gefahren zu verteidigen. In der industriellen Hühnerhaltung, die in den 1970er Jahren aufkam, war diese ausgeprägte Mobilität eher von Nachteil, und so verschwand die Rasse zunehmend aus der Wirtschaftsgeflügelzucht.