Sprungziele
Seiteninhalt

Schwäbisch-Hällische Landschweine

Bis in die 1850er Jahre wurde in Oberbayern bevorzugt das heute ausgestorbene Bayerische Halbrote Landschwein gehalten. Durch die Kreuzung mit einer aus England importierten Sattelschweinart züchtete man das sogenannte Schwäbisch-Hällische Landschwein, später so benannt aufgrund seiner starken Verbreitung rund um Schwäbisch Hall.

Diese fruchtbarste aller Schweinerassen ist robust, genügsam und an die regionalen Verhältnisse angepasst. Merkmale sind der schwarze Kopf und das schwarze Hinterteil, ein langgestreckter Körper, große Schlappohren und der lange Rüssel. Die Forderung der Landwirte nach einem „industriegerechten deutschen Einheitsschwein“ wurde in den 1960er Jahren immer stärker. So begann allmählich die Verdrängung alter Rassen, die Zuchtbuchführung wurde eingestellt.

Bald galt das Schwäbisch-Hällische Landschwein als ausgestorben. Doch ein paar wenige Hohenloher Bauern besaßen noch solche Schweine und schlossen sich zusammen. So erreichten sie durch die Gründung eines Zuchtverbands und mithilfe intelligenter Vermarktung in den 90er-Jahren den Wiederaufschwung in der Zucht dieser Rasse.