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Eine Tankstelle auf Reisen

Es geht wieder los

Das wechselhafte Wetter ließ bis Ende April nur wenige Arbeiten an der Tankstelle zu, aber jetzt rührt sich wieder was auf der Baustelle. Das Tankstellengebäude erhält seinen Kamin zurück. Auffallender sind die Arbeiten im unmittelbaren Umfeld: Versorgungsleitungen werden verlegt, entlang der Straße eine Regenrinne gepflastert und die sog. Werbeinsel mit Randsteinen eingefasst.

Aus dem Flugdach ragt nun wieder der originale Kamin.
Aus dem Flugdach ragt nun wieder der originale Kamin.

Aus dem Flugdach ragt nun wieder der originale Kamin.

Leerrohre für Strom- und Datenleitungen sind verlegt.
Leerrohre für Strom- und Datenleitungen sind verlegt.

Leerrohre für Strom- und Datenleitungen sind verlegt.

Durch die gesetzten Randsteine ist die Werbeinsel der Tankstelle bereits gut zu erkennen.
Durch die gesetzten Randsteine ist die Werbeinsel der Tankstelle bereits gut zu erkennen.

Durch die gesetzten Randsteine ist die Werbeinsel der Tankstelle bereits gut zu erkennen.

Eine gepflasterte Regenrinne trennt das Museumsgelände von der Zufahrtsstraße.
Eine gepflasterte Regenrinne trennt das Museumsgelände von der Zufahrtsstraße.
Eine gepflasterte Regenrinne trennt das Museumsgelände von der Zufahrtsstraße.

Winterruhe

Letzte Arbeiten an der Tankstelle vor der Winterruhe: Das Flugdach erhält auf der Unterseite eine Sparschalung, auf der dann nach historischem Vorbild Streckmetall befestigt wird. Dieses Streckmetall dient zukünftig wieder als Putzträger. Abschließend bekommt die Fassade eine Sonderbehandlung: Da eine dicke, wohl in den 1980er Jahre aufgebrachte Farbschicht (vermutlich auf Basis von Acrylat-Dispersion) den darunterliegenden Putz erstickt, muss diese entfernt werden. Mit Hilfe eines Sandstrahlers gelingt dies äußerst schonend.

Auf die hölzernen Dachlamellen wird von unten eine Sparschalung genagelt.

Auf die hölzernen Dachlamellen wird von unten eine Sparschalung genagelt.
Auf die hölzernen Dachlamellen wird von unten eine Sparschalung genagelt.

Auf der Sparschalung wird das Streckmetall befestigt, das zukünftig als Putzträger dient.

Auf der Sparschalung wird das Streckmetall befestigt, das zukünftig als Putzträger dient.
Auf der Sparschalung wird das Streckmetall befestigt, das zukünftig als Putzträger dient.

Vorsichtig wird mit dem Sandstrahler die oberste Farbschicht entfernt.

Vorsichtig wird mit dem Sandstrahler die oberste Farbschicht entfernt.
Vorsichtig wird mit dem Sandstrahler die oberste Farbschicht entfernt.

Unter Dach und Fach

Dank des schönen Wetters geht der Tankstellenaufbau auch im Spätherbst noch gut voran. Nachdem die originalen Holzbinder in die stählerne Dachkonstruktion eingestellt wurden, erhält das Flugdach eine Bretterschalung und darauf eine schützende Folie. Gleichzeitig wird das Tankwarthäuschen bis zum Dach aufgemauert und so die letzte Lücke geschlossen. Der Rohbau steht also, eine wichtige Etappe ist geschafft!

Die originalen schmalen Holzbinder sind wieder in die originale Stahlkonstruktion eingestellt.

Die originalen schmalen Holzbinder sind wieder in die originale Stahlkonstruktion eingestellt.
Die originalen schmalen Holzbinder sind wieder in die originale Stahlkonstruktion eingestellt.

Dank der sorgfältigen Nummerierung beim Abbau ist die Zuordnung der einzelnen Bauteile kein Problem.

Dank der sorgfältigen Nummerierung beim Abbau ist die Zuordnung der einzelnen Bauteile kein Problem.
Dank der sorgfältigen Nummerierung beim Abbau ist die Zuordnung der einzelnen Bauteile kein Problem.

Die Stahl-Holz-Konstruktion des Flugdachs erhält wieder eine Bretterschalung, auf die später noch eine Blecheindeckung nach historischem Vorbild montiert wird.

Die Stahl-Holz-Konstruktion des Flugdachs erhält wieder eine Bretterschalung, auf die später noch eine Blecheindeckung nach historischem Vorbild montiert wird.
Die Stahl-Holz-Konstruktion des Flugdachs erhält wieder eine Bretterschalung, auf die später noch eine Blecheindeckung nach historischem Vorbild montiert wird.

Die Lücke zwischen originalem Tankwarthäuschen und Flugdach schließt sich wieder.

Die Lücke zwischen originalem Tankwarthäuschen und Flugdach schließt sich wieder.
Die Lücke zwischen originalem Tankwarthäuschen und Flugdach schließt sich wieder.

Geschafft! Der Rohbau steht, Zeit für ein kleines Richtfest unter Corona-Bedingungen.

Geschafft! Der Rohbau steht, Zeit für ein kleines Richtfest unter Corona-Bedingungen.
Geschafft! Der Rohbau steht, Zeit für ein kleines Richtfest unter Corona-Bedingungen.

Stahlbau

Mit dem Flugdach erhält die Tankstelle ihr charakteristisches Aussehen. Der Aufbau des Grundgerüsts geht zügig voran, in einem Tag sind alle Stahlträger und gebogenen Stahlprofile miteinander verschraubt. Bei den großen Stahlbauteilen handelt es sich um die Originalbauteile aus Brem, die lediglich aus konservatorischen Gründen neu grundiert wurden.

Als Korrosionsschutz erhalten die originalen Stahlbauteile eine neue Grundierung.

Als Korrosionsschutz erhalten die originalen Stahlbauteile eine neue Grundierung.
Als Korrosionsschutz erhalten die originalen Stahlbauteile eine neue Grundierung.

Wie bei einem überdimensionalen Puzzle fügen sich die einzelnen Stahlbauteile wieder zu einem Dach zusammen.

Wie bei einem überdimensionalen Puzzle fügen sich die einzelnen Stahlbauteile wieder zu einem Dach zusammen.
Wie bei einem überdimensionalen Puzzle fügen sich die einzelnen Stahlbauteile wieder zu einem Dach zusammen.

Das Flugdach ist wieder fest verschraubt mit der zentralen Dachsäule.

Das Flugdach ist wieder fest verschraubt mit der zentralen Dachsäule.
Das Flugdach ist wieder fest verschraubt mit der zentralen Dachsäule.

Die senkrechten Stahlstützen, die für den Transport abgeschnitten werden mussten, werden wieder zusammengeschweißt.

Die senkrechten Stahlstützen, die für den Transport abgeschnitten werden mussten, werden wieder zusammengeschweißt.
Die senkrechten Stahlstützen, die für den Transport abgeschnitten werden mussten, werden wieder zusammengeschweißt.

Es geht weiter voran

Tankwarthäuschen und zentrale Dachsäule stehen inwischen an ihrem Platz. Bevor nun das ausladende Flugdach die Tankstelle wieder komplettiert, sind noch ein paar Arbeiten zu erledigen: Zum einen werden die versetzten Großbauteile fest im Fundament verankert, zum anderen erhält die Tankstelle bereits ihre betonierte Fahrbahn. Abschließend wird die Tankstelle eingerüstet, damit die einzelnen Stahlteile des Flugdaches wieder montiert werden können.

Tankwarthäuschen und Fundament sind mittlerweile durch einen Betonsockel fest miteinander verbunden.

Tankwarthäuschen und Fundament sind mittlerweile durch einen Betonsockel fest miteinander verbunden.
Tankwarthäuschen und Fundament sind mittlerweile durch einen Betonsockel fest miteinander verbunden.

Das Feld ist abgesteckt und bereit zum Betonieren der Fahrbahn.

Das Feld ist abgesteckt und bereit zum Betonieren der Fahrbahn.
Das Feld ist abgesteckt und bereit zum Betonieren der Fahrbahn.

Vertikal durchgehende Stahlprofile verankern das Tankwarthäuschen zusätzlich mit dem Fundament.

Vertikal durchgehende Stahlprofile verankern das Tankwarthäuschen zusätzlich mit dem Fundament.
Vertikal durchgehende Stahlprofile verankern das Tankwarthäuschen zusätzlich mit dem Fundament.

Damit die Fahrbahn eine griffige Oberfläche erhält, wurde der noch feuchte Beton aufgeraut. Man bezeichnet diese Oberflächenbehandlung auch als „Besenstrich“.

Damit die Fahrbahn eine griffige Oberfläche erhält, wurde der noch feuchte Beton aufgeraut. Man bezeichnet diese Oberflächenbehandlung auch als »Besenstrich«.
Damit die Fahrbahn eine griffige Oberfläche erhält, wurde der noch feuchte Beton aufgeraut. Man bezeichnet diese Oberflächenbehandlung auch als »Besenstrich«.

Das Baugerüst steht, nun kann der Aufbau des Daches beginnen.

Das Baugerüst steht, nun kann der Aufbau des Daches beginnen.
Das Baugerüst steht, nun kann der Aufbau des Daches beginnen.

Altes Tankwarthäuschen an neuem Ort – zweiter Teil

Es wächst wieder zusammen, was zusammengehört: In der Vorwoche wurde bereits der hintere Teil des Tankwarthäuschens an seinen endgültigen Platz gehoben, nun folgt der vordere Teil. Wieder kommt ein Autokran zum Einsatz, um den Kassenraum passgenau auf die Bodenplatte und an den hinteren Lager- bzw. Toilettenraum zu positionieren. Ebenfalls mit dem Autokran kommt die zentrale Dachsäule an ihren vorgesehenen Platz. Mit etwas Fantasie lässt sich jetzt schon erkennen, was das große Puzzle zukünftig ergeben wird.

Mit dem Autokran wird das zweite Großbauteil an seinen Platz gehoben.

Mit dem Autokran wird das zweite Großbauteil an seinen Platz gehoben.
Mit dem Autokran wird das zweite Großbauteil an seinen Platz gehoben.

Aus zwei mach wieder eins: Passgenau wird das Tankwarthäuschen wieder zusammengefügt.

Aus zwei mach wieder eins: Passgenau wird das Tankwarthäuschen wieder zusammengefügt.
Aus zwei mach wieder eins: Passgenau wird das Tankwarthäuschen wieder zusammengefügt.

Nach dem Tankwarthäuschen schwebt die zentrale Dachsäule ein.

Nach dem Tankwarthäuschen schwebt die zentrale Dachsäule ein.
Nach dem Tankwarthäuschen schwebt die zentrale Dachsäule ein.

Die Großbauteile sind an ihrem Platz, damit ist die Arbeit des Autokrans erledigt.

Die Großbauteile sind an ihrem Platz, damit ist die Arbeit des Autokrans erledigt.
Die Großbauteile sind an ihrem Platz, damit ist die Arbeit des Autokrans erledigt.

Der gläserne Kassenbereich entpackt und die Dachsäule gesichert, der Aufbau kann in die nächste Phase gehen

Der gläserne Kassenbereich entpackt und die Dachsäule gesichert, der Aufbau kann in die nächste Phase gehen.
Der gläserne Kassenbereich entpackt und die Dachsäule gesichert, der Aufbau kann in die nächste Phase gehen.

Altes Tankwarthäuschen an neuem Ort – erster Teil

Mit Vollendung des Fundaments kann der eigentliche Wiederaufbau der historischen Tankstelle angegangen werden. Der Aufbau erfolgt dabei in umgekehrter Reihenfolge zum Abbau, d. h. den Anfang macht der hintere Teil des Tankwarthäuschens. Wie beim Abbau braucht es einen Autokran, um das 16 Tonnen schwere Bauteil zentimetergenau auf der Bodenplatte zu platzieren. Anschließend wird die Lücke zwischen neuer Bodenplatte und historischem Bauteil ausgemauert, um dann die Transportschienen herausnehmen zu können.

Das wenige Wochen zuvor auf dem Bauplatz abgestellte Großbauteil wird mit dem Autokran an seinen endgültigen Platz gehoben.

Das wenige Wochen zuvor auf dem Bauplatz abgestellte Großbauteil wird mit dem Autokran an seinen endgültigen Platz gehoben.
Das wenige Wochen zuvor auf dem Bauplatz abgestellte Großbauteil wird mit dem Autokran an seinen endgültigen Platz gehoben.

Mit Leichtigkeit verfrachtet der Autokran den hinteren Teil des historischen Tankwarthäuschens auf die neue Bodenplatte.

Mit Leichtigkeit verfrachtet der Autokran den hinteren Teil des historischen Tankwarthäuschens auf die neue Bodenplatte.
Mit Leichtigkeit verfrachtet der Autokran den hinteren Teil des historischen Tankwarthäuschens auf die neue Bodenplatte.

Beim Setzen des Bauteils ist Präzision gefragt, schließlich sollen sich am Ende alle Bauteile wieder perfekt zu einem Gebäude zusammenfügen.

Beim Setzen des Bauteils ist Präzision gefragt, schließlich sollen sich am Ende alle Bauteile wieder perfekt zu einem Gebäude zusammenfügen.
Beim Setzen des Bauteils ist Präzision gefragt, schließlich sollen sich am Ende alle Bauteile wieder perfekt zu einem Gebäude zusammenfügen.

Noch „schwebt“ das Bauteil über dem Fundament, die schweren Transportschienen liegen auf provisorischen Stützen auf.

Noch »schwebt« das Bauteil über dem Fundament, die schweren Transportschienen liegen auf provisorischen Stützen auf.
Noch »schwebt« das Bauteil über dem Fundament, die schweren Transportschienen liegen auf provisorischen Stützen auf.

Die Lücke zwischen historischem Bauteil und modernem Fundament wird ausgemauert, um anschließend die Transportschienen entfernen zu können.

Die Lücke zwischen historischem Bauteil und modernem Fundament wird ausgemauert, um anschließend die Transportschienen entfernen zu können.
Die Lücke zwischen historischem Bauteil und modernem Fundament wird ausgemauert, um anschließend die Transportschienen entfernen zu können.

Die Transportverpackung ist entfernt und der vordere Bereich der Bodenplatte bereits vorbereitet, das zweite Großbauteil kann also bald versetzt werden.

Die Transportverpackung ist entfernt und der vordere Bereich der Bodenplatte bereits vorbereitet, das zweite Großbauteil kann also bald versetzt werden.
Die Transportverpackung ist entfernt und der vordere Bereich der Bodenplatte bereits vorbereitet, das zweite Großbauteil kann also bald versetzt werden.

Das Bett wird bereitet

Damit die historische Tankstelle im Museum dauerhaft und sicher präsentiert werden kann, braucht es einen stabilen Unterbau. 1,20 Meter misst das eisenbewehrte Fundament, um eine frostsichere Gründung zu gewährleisten. Zu sehen ist davon später nichts mehr, denn bis zur Versetzung des ersten Großbauteils verschwindet alles unter einer Erd- und Kiesschicht.

Das Streifenfundament erhält eine solide Eisenarmierung, schließlich soll das Tankwarthäuschen sicher stehen.

Das Streifenfundament erhält eine solide Eisenarmierung, schließlich soll das Tankwarthäuschen sicher stehen.
Das Streifenfundament erhält eine solide Eisenarmierung, schließlich soll das Tankwarthäuschen sicher stehen.

Die auffallenden Metallhülsen nehmen später die Stahlträger des Tankstellengebäudes und des Flugdaches auf.

Die auffallenden Metallhülsen nehmen später die Stahlträger des Tankstellengebäudes und des Flugdaches auf.
Die auffallenden Metallhülsen nehmen später die Stahlträger des Tankstellengebäudes und des Flugdaches auf.

Die Verschalung für das Fundament wächst in die Höhe.

Die Verschalung für das Fundament wächst in die Höhe.
Die Verschalung für das Fundament wächst in die Höhe.

Auf das Streifenfundament wird eine Bodenplatte betoniert, auf der zukünftig das Tankwarthäuschen steht.

Auf das Streifenfundament wird eine Bodenplatte betoniert, auf der zukünftig das Tankwarthäuschen steht.
Auf das Streifenfundament wird eine Bodenplatte betoniert, auf der zukünftig das Tankwarthäuschen steht.

Abschließend wird das Gelände aufgefüllt, der graue Betonkubus verschwindet unter einer Erd- und Kiesschicht.

Abschließend wird das Gelände aufgefüllt, der graue Betonkubus verschwindet unter einer Erd- und Kiesschicht.
Abschließend wird das Gelände aufgefüllt, der graue Betonkubus verschwindet unter einer Erd- und Kiesschicht.

Der Wiederaufbau beginnt

Noch deutet nichts auf eine Tankstelle hin, aber die ersten Arbeiten haben begonnen, ein paar Sträucher müssen weichen.

Der Wiederaufbau beginnt!
Der Wiederaufbau beginnt!

Mit schwerem Gerät wurde die Humusschicht abgetragen, die Rohre für die Regenentwässerung liegen schon bereit.

Mit schwerem Gerät wurde die Humusschicht abgetragen, die Rohre für die Regenentwässerung liegen schon bereit.
Mit schwerem Gerät wurde die Humusschicht abgetragen, die Rohre für die Regenentwässerung liegen schon bereit.

Mit einer Kiesschicht versehen ist der Bauplatz bereit für die Fundamente. Noch ist ein deutlicher Niveauunterschied zur Straße erkennbar.

Mit einer Kiesschicht versehen ist der Bauplatz bereit für die Fundamente. Noch ist ein deutlicher Niveauunterschied zur Straße erkennbar.
Mit einer Kiesschicht versehen ist der Bauplatz bereit für die Fundamente. Noch ist ein deutlicher Niveauunterschied zur Straße erkennbar.

Der Bauplatz ist bereitet und das Kassengebäude abgesteckt, der Wiederaufbau kann beginnen.

Der Bauplatz ist bereitet und das Kassengebäude abgesteckt, der Wiederaufbau kann beginnen.
Der Bauplatz ist bereitet und das Kassengebäude abgesteckt, der Wiederaufbau kann beginnen.

Aufladen, losfahren, abladen – zweiter Teil

Finale in Unterwössen: Das letzte Bauteil der Tankstelle macht sich auf den Weg ins Museum. Stolze 16 Tonnen bringt der hintere Teil des Tankwarthäuschens auf die Waage. Aber ohne Probleme hebt der Autokran das sorgfältig mit Holz und Stahlprofilen stabilisierte Ziegelmauerwerk vom Fundament. Mit dem Tieflader geht es dann ins Museum. Dort wartet nun die Tankstelle in mehrere Teile zerlegt auf ihren Wiederaufbau.

Die Museumshandwerker bereiten das verbliebene Stück des Tankwarthäuschens für den Transport vor.

Die Museumshandwerker bereiten das verbliebene Stück des Tankwarthäuschens für den transport vor.
Die Museumshandwerker bereiten das verbliebene Stück des Tankwarthäuschens für den transport vor.

Um den kompletten Gebäudeteil in einem Stück anheben und versetzen zu können, wurde das Mauerwerk zuvor mit massiven Stahlprofilen unterfangen.

Um den kompletten Gebäudeteil in einem Stück anheben und versetzen zu können, wurde das Mauerwerk zuvor mit massiven Stahlprofilen unterfangen.
Um den kompletten Gebäudeteil in einem Stück anheben und versetzen zu können, wurde das Mauerwerk zuvor mit massiven Stahlprofilen unterfangen.

Für einen sicheren Transport erhielt das Mauerwerk innen und außen eine hölzerne Aussteifung.

Für einen sicheren Transport erhielt das Mauerwerk innen und außen eine hölzerne Aussteifung.
Für einen sicheren Transport erhielt das Mauerwerk innen und außen eine hölzerne Aussteifung.

Sicher verladen und fest verzurrt tritt das letzte Stück Tankstelle seinen Weg ins Museum an.

Sicher verladen und fest verzurrt tritt das letzte Stück Tankstelle seinen Weg ins Museum an.
Sicher verladen und fest verzurrt tritt das letzte Stück Tankstelle seinen Weg ins Museum an.

Alle Bauteile der Tankstelle lagern nun auf dem Museumsgelände, der Wiederaufbau kann beginnen.

Alle Bauteile der Tankstelle lagern nun auf dem Museumsgelände, der Wiederaufbau kann beginnen.
Alle Bauteile der Tankstelle lagern nun auf dem Museumsgelände, der Wiederaufbau kann beginnen.

Was am Standort von der einstigen Tankstelle bleibt, ist das abgesägte Fundament. Und auch diese Reste werden bald einer Grünanlage weichen.

Was am Standort von der einstigen Tankstelle bleibt, ist das abgesägte Fundament. Und auch diese Reste werden bald einer Grünanlage weichen.
Was am Standort von der einstigen Tankstelle bleibt, ist das abgesägte Fundament. Und auch diese Reste werden bald einer Grünanlage weichen.

Aufladen, losfahren, abladen – erster Teil

Ein spannender Moment für alle Beteiligten: Das erste Großteil, der vordere Kassenbereich des Tankwarthäuschens, wird verladen und abtransportiert. Dank einer akribischen Vorbereitung geht alles reibungslos und zügig vonstatten. Der Autokran hebt den Gebäudeteil vorsichtig vom Fundament auf den Tieflader und sicher verpackt geht es dann auf die Glentleiten.

Ein Haus am Haken: Die Museumshandwerker hängen den vorderen Teil des Tankwarthäuschens an den Kran an.

Ein Haus am Haken: Die Museumshandwerker hängen den vorderen Teil des Tankwarthäuschens an den Kran an.
Ein Haus am Haken: Die Museumshandwerker hängen den vorderen Teil des Tankwarthäuschens an den Kran an.

Spielerisch hebt der Autokran das 6,5 Tonnen schwere Bauteil vom Fundament weg.

Spielerisch hebt der Autokran das 6,5 Tonnen schwere Bauteil vom Fundament weg.
Spielerisch hebt der Autokran das 6,5 Tonnen schwere Bauteil vom Fundament weg.

Durch das Zersägen fehlt dem Kassenbereich die Rückwand. Da es sich aber um eine Stahlkonstruktion handelt, ist das ganze Bauteil in sich trotzdem stabil.

Durch das Zersägen fehlt dem Kassenbereich die Rückwand. Da es sich aber um eine Stahlkonstruktion handelt, ist das ganze Bauteil in sich trotzdem stabil.
Durch das Zersägen fehlt dem Kassenbereich die Rückwand. Da es sich aber um eine Stahlkonstruktion handelt, ist das ganze Bauteil in sich trotzdem stabil.

Für den Transport wird der offene Raum provisorisch mit Brettern verschlossen.

Für den Transport wird der offene Raum provisorisch mit Brettern verschlossen.
Für den Transport wird der offene Raum provisorisch mit Brettern verschlossen.

Wohlbehalten nähert sich die wertvolle Fracht dem Museum.

Wohlbehalten nähert sich die wertvolle Fracht dem Museum.
Wohlbehalten nähert sich die wertvolle Fracht dem Museum.

Auf dem Museumsgelände wird das Bauteil nun zwischengelagert, bis der Bauplatz am neuen Standort für den Wiederaufbau vorbereitet ist.

Auf dem Museumsgelände wird das Bauteil nun zwischengelagert, bis der Bauplatz am neuen Standort für den Wiederaufbau vorbereitet ist.
Auf dem Museumsgelände wird das Bauteil nun zwischengelagert, bis der Bauplatz am neuen Standort für den Wiederaufbau vorbereitet ist.

Zersägt und verpackt

Der finale Abbau beginnt, das Tankwarthäuschen wird für den Abtransport ins Museum vorbereitet. Dazu zersägen Experten das kleine Gebäude in zwei Teile, die dann – gut verpackt – im Ganzen verladen und mit dem Tieflader ins Museum gebracht werden. Diese sog. Ganzteiltranslozierung ist ein aufwendiges und herausforderndes Verfahren, ermöglicht es aber, möglichst viel der originalen Bausubstanz zu erhalten.

Mit einer speziellen Betonsäge trennen Experten das Tankwarthäuschen vom Fundament.

Mit einer speziellen Betonsäge trennen Experten das Tankwarthäuschen vom Fundament.
Mit einer speziellen Betonsäge trennen Experten das Tankwarthäuschen vom Fundament.

In einem zweiten Schritt wird der vordere Kassenbereich vom hinteren Lagerbereich abgeschnitten.

In einem zweiten Schritt wird der vordere Kassenbereich vom hinteren Lagerbereich abgeschnitten.
In einem zweiten Schritt wird der vordere Kassenbereich vom hinteren Lagerbereich abgeschnitten.

Massive Stahlstreben stabilisieren den vorderen Kassenbereich innen und außen beim Transport.

Massive Stahlstreben stabilisieren den vorderen Kassenbereich innen und außen beim Transport.
Massive Stahlstreben stabilisieren den vorderen Kassenbereich innen und außen beim Transport.

Abschließend erhält die filigrane Glasfassade noch eine schützende Holzverkleidung und ist dann für den Abtransport bereit.

Abschließend erhält die filigrane Glasfassade noch eine schützende Holzverkleidung und ist dann für den Abtransport bereit.
Abschließend erhält die filigrane Glasfassade noch eine schützende Holzverkleidung und ist dann für den Abtransport bereit.

Ein Flugdach macht den Abflug

Sorgsam demontieren die Museumshandwerker das ausladende Flugdach, das einst tankende Autofahrer vor Wind und Wetter schützte. Im Museum wird es dann unter weitgehender Verwendung der originalen Bauteile wiederhergestellt. Dabei erhält die fragile Konstruktion noch eine statische Ertüchtigung, schließlich soll die Tankstelle am neuen Standort auf Dauer den Wind- und Schneelasten trotzen.

Von Beton keine Spur: Unter dem Blechdach kommt eine Holz-Stahl-Konstruktion zum Vorschein. Das verputzte Streckmetall ist von unten an die Holzbinder angenagelt.

Von Beton keine Spur: Unter dem Blechdach kommt eine Holz-Stahl-Konstruktion zum Vorschein. Das verputzte Streckmetall ist von unten an die Holzbinder angenagelt.
Von Beton keine Spur: Unter dem Blechdach kommt eine Holz-Stahl-Konstruktion zum Vorschein. Das verputzte Streckmetall ist von unten an die Holzbinder angenagelt.

Jeder Holzbinder bekommt eine Abbaunummer, damit er beim Wiederaufbau im Museum wieder seinen ursprünglichen Platz einnehmen kann.

Jeder Holzbinder bekommt eine Abbaunummer, damit er beim Wiederaufbau im Museum wieder seinen ursprünglichen Platz einnehmen kann.
Jeder Holzbinder bekommt eine Abbaunummer, damit er beim Wiederaufbau im Museum wieder seinen ursprünglichen Platz einnehmen kann.

Die Holzbauteile sind entfernt, so dass das tragende Stahlskelett gut erkennbar ist.

Die Holzbauteile sind entfernt, so dass das tragende Stahlskelett gut erkennbar ist.
Die Holzbauteile sind entfernt, so dass das tragende Stahlskelett gut erkennbar ist.

Nachdem die Schrauben gelöst sind, lässt sich die Stahlkonstruktion einfach in Einzelteile zerlegen und abtransportieren.

Nachdem die Schrauben gelöst sind, lässt sich die Stahlkonstruktion einfach in Einzelteile zerlegen und abtransportieren.
Nachdem die Schrauben gelöst sind, lässt sich die Stahlkonstruktion einfach in Einzelteile zerlegen und abtransportieren.

Als letztes Teil des Daches wird die zentrale Säule abtransportiert. Auch hier wieder gut zu erkennen: Kaum Beton, stattdessen viel Eisen.

Als letztes Teil des Daches wird die zentrale Säule abtransportiert. Auch hier wieder gut zu erkennen: Kaum Beton, stattdessen viel Eisen.
Als letztes Teil des Daches wird die zentrale Säule abtransportiert. Auch hier wieder gut zu erkennen: Kaum Beton, stattdessen viel Eisen.

Der Abbau beginnt

Endlich geht es los, die Tankstelle in Brem wird abgebaut. Auf dem ausladenden Flugdach beginnen die Arbeiten.

Der Kamin der Tankstelle - vorbereitet für den Ausbau.
Der Kamin der Tankstelle - vorbereitet für den Ausbau.

Vorsichtig entfernen die Museumshandwerker das rostige Blechdach und finden darunter – erstaunlich viel Holz! Denn was der Betrachter zunächst für einen reinen Betonbau hält, entpuppt sich als filigrane Konstruktion aus Holzbrettern und Stahlträgern.

Drei Kollegen der Glentleiten begutachten die Konstruktion der Tankstelle.
Drei Kollegen der Glentleiten begutachten die Konstruktion der Tankstelle.

Der Kamin, gut eingepackt, in einem Stück ins Museum.

Der Kamin wird aus der Tankstelle gehoben.
Der Kamin wird aus der Tankstelle gehoben.

Den Farben der Vergangenheit auf der Spur

Den Farben der Vergangenheit auf der Spur
Den Farben der Vergangenheit auf der Spur

Das Baugerüst steht, der Abbau der Tankstelle aus Brem kann beginnen. Zuvor hat Restauratorin Maria Wimmer die Oberflächen des Gebäudes genauer untersucht und ihren Zustand dokumentiert. Die unterschiedlichen Farbschichten erzählen die Geschichte, bei welcher Firma die Reisenden hier früher tanken konnten.

Die unterste und damit älteste Schicht ist rot, die Firmenfarbe der Gasolin AG. Es folgen Schichten in Dunkel- und Hellblau. Sie stammen aus den 1970er Jahren. Die Gasolin AG fusionierte damals mit der Aral AG und alle Gasolin-Tankstellen bekamen daraufhin ein neues, blau-weißes Design. Die jüngste Farbschicht schließlich ist braun. Diesen Anstrich bekam die Tankstelle im Jahr 1982, nachdem der Tankstellenbetrieb eingestellt wurde.
Die unterste und damit älteste Schicht ist rot, die Firmenfarbe der Gasolin AG. Es folgen Schichten in Dunkel- und Hellblau. Sie stammen aus den 1970er Jahren. Die Gasolin AG fusionierte damals mit der Aral AG und alle Gasolin-Tankstellen bekamen daraufhin ein neues, blau-weißes Design. Die jüngste Farbschicht schließlich ist braun. Diesen Anstrich bekam die Tankstelle im Jahr 1982, nachdem der Tankstellenbetrieb eingestellt wurde.
Farbschichten mit Farbkarte im Vergleich.
Farbschichten mit Farbkarte im Vergleich.
  • Die unterste und damit älteste Schicht ist rot, die Firmenfarbe der Gasolin AG.
  • Es folgen Schichten in den Farben Dunkel- und Hellblau. Sie stammen aus den 1970er Jahren. Die Gasolin AG fusionierte damals mit der Aral AG. Alle Gasolin-Tankstellen bekamen daraufhin ein neues, blau-weißes Design.
  • Die jüngste Farbschicht schließlich ist braun. Diesen Anstrich bekam die Tankstelle im Jahr 1982, nachdem der Tankstellenbetrieb eingestellt wurde.

Im Freilichtmuseum erhält die Tankstelle wieder ihr ursprüngliches Aussehen, leuchtet also bald wieder in herrlichstem Rot!

Im Museum wird ein neues Exponat eröffnet: eine Tankstelle aus den 1950er Jahren.

Das erste zugehörige Sammlungsobjekt der Tankstelle ist seit Dezember 2019 im Museum: Der Schlüsselanhänger war ein treuer Begleiter der ehemaligen Tankstellenbesitzerin.
Das erste zugehörige Sammlungsobjekt der Tankstelle ist seit Dezember 2019 im Museum: Der Schlüsselanhänger war ein treuer Begleiter der ehemaligen Tankstellenbesitzerin.

Das erste zugehörige Sammlungsobjekt ist seit Dezember 2019 im Museum: Der Schlüsselanhänger war ein treuer Begleiter der ehemaligen Tankstellenbesitzerin.

Das Freilichtmuseum konnte das Gebäude kurz vor seinem Abriss retten. Die Tankstelle stammt aus der Gemeinde Unterwössen im Landkreis Traunstein und stand an Deutschlands ältester Ferienstraße. Sie dokumentiert den beginnenden Tourismus der Nachkriegszeit in Oberbayern, den Aufbruch in die Moderne und ist zudem anschaulicher Beleg der Anpassungsfähigkeit des Landhandwerks. Als motorisierte Pferdestärken die echten Pferde ablösten, entschieden sich viele Schmiedebetriebe oder Wagnereien für die Einrichtung von KFZ-Werkstätten und Tankstellen. Das war auch in Unterwössen der Fall, wo noch heute ein Erinnerungsschild an die Walchschmiede erinnert.

Bürgermeister Ludwig Entfellner, die ehemaligen Tankstellenbesitzer Josef und Irmgard Meier, Museumsdirektorin Dr. Monika Kania-Schütz und Bezirkstagspräsident Josef Mederer vor der ehemaligen Gasolin-Tankstelle.
Bürgermeister Ludwig Entfellner, die ehemaligen Tankstellenbesitzer Josef und Irmgard Meier, Museumsdirektorin Dr. Monika Kania-Schütz und Bezirkstagspräsident Josef Mederer vor der ehemaligen Gasolin-Tankstelle.

Am Tag der Vertragsunterschrift: Bürgermeister Ludwig Entfellner, die ehemaligen Tankstellenbesitzer Josef und Irmgard Meier, Museumsdirektorin Dr. Monika Kania-Schütz und Bezirkstagspräsident Josef Mederer vor der ehemaligen Gasolin-Tankstelle.