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Volk - Heimat - Dorf

Ideologie und Wirklichkeit im ländlichen Bayern der 1930er und 1940er Jahre

19. März - 9. Juli 2017

Die Ausstellung "Volk – Heimat – Dorf" richtete ihren Fokus speziell auf den ländlichen Raum in den 1930er und 1940er Jahren und ermöglichte dabei neue Einblicke in ein schon vielfach beleuchtetes Thema.

Was änderte sich im Dorf nach der Machtergreifung Hitlers im Jahr 1933? Dieser zentralen Frage ging die Ausstellung nach und griff dabei schlaglichtartig wichtige Aspekte des Landlebens auf. Propagandaschriften über "Erzeugungsschlachten" und Anleitungen zur Seidenraupenzucht dokumentierten den starken Einfluss der NS-Politik auf die Landwirtschaft. Hinterlassenschaften der Hitlerjugend, des Reichsarbeitsdienstes und des Winterhilfswerkes kündeten von der nationalsozialistischen Durchdringung der Gesellschaft – auch in der Provinz. Und scheinbar harmlose Exponate wie Honigschleudern und Kochkisten, Kleider und Kinderspielzeug offenbarten auf den zweiten Blick, dass auch das als einfach und idyllisch propagierte Landleben alles andere als unpolitisch war.

Die Ausstellung zeigte historische Exponate und Dokumente aus ganz Bayern. Interviews, Filme und Animationen dokumentierten eine Zeit, die weit über das Jahr 1945 hinauswirkte und deren Folgen mitunter bis in die Gegenwart zu spüren sind.

Ein Begleitband mit gleichem Titel vertieft und erweitert die Themen der Ausstellung.

Ein Gemeinschaftsprojekt der süddeutschen Freilichtmuseen.