Schwäbisch Hällisches Landschwein
Das Schwäbisch-Hällische Landschwein, auch Schwäbisch-Hällisches Schwein oder Hällisch-Fränkisches Landschwein beziehungsweise umgangssprachlich „Mohrenköpfle“ genannt, ist eine alte Hausschweinrasse mit Verbreitungsschwerpunkt im Nordosten Baden-Württembergs, insbesondere im namengebenden Landkreis Schwäbisch Hall.
Die Eber werden etwa 90 cm hoch und 275–350 kg schwer, die Sauen etwa 80 cm hoch und 222–275 kg schwer. Farbliche Kennzeichen sind der schwarze Kopf und das schwarze Hinterteil. Von ihrer Färbung rührt auch die verbreitete umgangssprachliche Bezeichnung „Mohrenköpfle“. Typisch sind zudem das große Schlappohr und die gerunzelte Stirn. Diese Maske weist auf den Einfluss der zu Beginn der Zucht ab dem Jahr 1820 eingekreuzten chinesischen Schweinen hin. Dank ihrer hohen Fleischqualität und sehr guten Muttereigenschaften wurden noch in den 1940er Jahren im Landkreis Schwäbisch Hall fast ausschließlich Schwäbisch-Hällische Schweine gehalten.
Ab den 1960er Jahren bevorzugten Verbraucher zunehmend fettarmes Fleisch Die alten Rassen wurden verdrängt, und die Zuchtbuchführung wurde eingestellt. Anfang der 1980er Jahre galt das Schwäbisch-Hällische Landschwein als ausgestorben. Die wenigen Hohenloher Bauern, die noch Schweine dieser Rasse besaßen, engagierten sich für die Gründung eines eigenen Zuchtverbandes. Durch intelligente Vermarktung erreichten sie Anfang der 1990er Jahre einen Wiederaufschwung der Schwäbisch-Hällischen Schweinezucht. Heute besteht der Zuchtverband aus mehr als 120 Mitgliedern, die sich aus Züchtern und Förderern der alten Rasse zusammensetzen.

