Bienenhaus aus Orthofen

Vier Bienenkästen stehen neben einem älteren Bienenhaus. Dahinter blüht ein Obstbaum.

Präsentationszeit: 20. Jahrhundert

Die Bienenhaltung spielte in der bäuerlichen Selbstversorgung eine wichtige Rolle. Honig war nicht nur Süßstoff, sondern galt als wichtiges Heilmittel. Bis zu 16 Bienenvölker konnten in diesem Bienenhaus leben, jeder Bienenkasten fasste 20.000 bis 70.000 Bienen.

Auf der Südseite des verschalten Ständerbaus ist die Bretterwand zurückgesetzt, die Fluglöcher liegen auf diese Weise wettergeschützt unter dem Vordach.

Das Gebäude ist mit Falzziegeln gedeckt und mit Schmuckformen, Schnitzereien und Bemalungen im Stil der Zeit verziert. Die Kästen auf der Einflugseite wurden allerdings nicht zur Zierde so bunt gestrichen, die Farben dienen den Bienen zur Orientierung und helfen ihnen dabei, schnell und sicher den eigenen Stock zu finden.

Der Innenraum, früher wettergeschützter Arbeitsplatz des Imkers, beherbergt heute eine kleine Ausstellung typischer Gerätschaften der Imkerei. Die Tür befindet sich auf der nördlichen Traufseite. In Sichtweite zum Bienenhaus stehen moderne Bienenkästen. Hier wohnen die “Museumsbienen”.