Der Stadel ist ein Holzständerbau und im Obergeschoss als Bundwerkkonstruktion ausgeführt. Die dichte Anordnung der Verstrebungen ist keine statische Notwendigkeit, sondern dient vorrangig der Zierde und Repräsentation.
Im Freilichtmuseum wird das Gebäude als Depot genutzt und ist daher nicht öffentlich zugänglich.
Der 1841 erbaute Stadel gehörte ursprünglich zum Messerer-Anwesen. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts vergrößerte sich der Grundbesitz des Anwesens in Albaching, woraufhin die Ernteerträge deutlich gesteigert werden konnten. Das machte den Bau eines neuen Stadels notwendig. Im Jahr 1892 erwarb dann der Gast- und Landwirt Alois Käser den Stadel. Dessen Geschäfte florierten aufgrund der neueröffneten Eisenbahnlinie zwischen Ebersberg und Wasserburg, so dass er zusätzlichen Bergeraum für seine Landwirtschaft benötigte.
Hinter dem großen Tor in der Mitte der Traufseite lag die Durchfahrtstenne. Zu beiden Seiten der Tenne befand sich Stapelraum für Erntegut. Durch das kleinere Tor gelangte man zur Remise, wo die Wagen abgestellt wurden.




