Die ehemalige Scheune eines Wasserburger Zwiehofs wird im Museum als Raum für Veranstaltungen genutzt.
Der Bundwerkstadel war ursprünglich Teil eines „Wasserburger Zwiehofs“ – einer Hofanlage aus Wohnstallhaus und Stadel.
Die Übernahme ins Freilichtmuseum ist nicht die erste Versetzung des Gebäudes: Anlässlich der Olympischen Spiele 1972 wurde der Bundwerkstadel auf dem Jakobsplatz in der Münchner Innenstadt aufgebaut, wo er als Eingangsbau zu einer Ausstellung über bayerische Kunst und Kultur diente. An der Glentleiten wird der „Jackl“ wegen seiner Größe und zentralen Lage im Museum als Raum für verschiedene Veranstaltungen genutzt.
Die Scheune ist im Wesentlichen ein Ständerbau mit Massivbauteilen, eine Giebelwand ist sogar komplett gemauert. Auf drei Seiten besitzt der “Jackl” eine Bundwerkkonstruktion, bei der die Verstrebungen und Aussteifungen als Schmuckformen ausgebildet sind.
1721 sind Jakob und Ursula Jackl als Hofbesitzer eingetragen – sie gaben dem Hof seinen Namen. Der „Jackl“ gehörte um 1760 zur Grundherrschaft des Klosters Rott, ab 1814 dann zum Landgericht Wasserburg. Im Jahr 1857 umfasste der Grundbesitz etwa 34 Hektar.
Im Inneren des Stadels befand sich der Stapelraum für die Ernte, außerdem die Einfahrts- und Dreschtenne sowie zwei Speicherräume für ausgedroschenes Getreide, die sogenannten Tennkastl. Beim Wiederaufbau an der Glentleiten wurde die Westseite stark verändert, der Nordgiebel aus Feuerschutzgründen zudem komplett gemauert.





