Hammerschmiede

Einrichtung einer Schmiede mit Hämmern, Zangen, einer Esse, einem Ambos und zwei Hammerambossen.

Präsentationszeit: 19. Jahrhundert

Antrieb: Ein oberschlächtiges Wasserrad treibt die Schmiedehämmer, ein unterschlächtiges den Schleifstein an.

Das Gebäude wurde im 17. Jahrhundert errichtet und war ursprünglich ein Einfirsthof. Das Freilichtmuseum zeigt im ehemaligen Stall eine Hammerschmiede. Regelmäßig führt der Museumsschmied den Besucherinnen und Besuchern hier dieses alte, heute nur noch selten ausgeübte Handwerk vor.

Die technische Einrichtung und die Geräte der Hammerschmiede sind aus verschiedenen Werkstätten zusammengetragen und ergänzt worden: Die Schwanzhämmer stammen aus einer Werkstatt in Oberstollenkirchen im Landkreis Erding, der Schleifstein und das Werkzeug aus Nußdorf am Inn im Landkreis Rosenheim.

Hammer und Schleifstein wurden mit Wasserkraft angetrieben. Die meisten Schmieden standen aus diesem Grund an Wasserläufen und oft auch in der Nähe von regionalen Eisenerzvorkommen. Das Eisen wurde als Rohstoff zu Schmiedeeisen aufbereitet und dann zu Werkzeugen wie Axt, Hammer, Messer, Sappie, Schaufel, Sichel oder Zange weiterverarbeitet. Spezialisierte Betriebe stellten Nägel, Pfannen oder Glocken her. Mitte des 20. Jahrhunderts verdrängte die industrielle Massenproduktion dieses traditionelle Gewerbe.