Hanndlalm von der Duslaualm

Herbstliche Berglandschaft mit Almgebäude.

Präsentationszeit: 2. Hälfte 20. Jh.

Die Duslaualm diente als Niederleger. Mitte des 19. Jahrhunderts sind hier drei Kaser und ein gemeinschaftlicher Heustadel verzeichnet, die vom Hanndl-, vom Zahler- und vom Spitzer-Hof in Kreuth bewirtschaftet wurden. Beim Hanndlkaser handelt es sich um ein typisches Almgebäude des nordalpinen Raums mit kleinem Wohnteil und großem Stall.

Der Rundholzblockbau hat ein Legschindeldach und wurde bis in die 1980er-Jahre almwirtschaftlich genutzt. Die Bettstelle, der so genannte Kreister, ist nach Befund, das heißt nach Spuren in den Holzbauteilen, rekonstruiert.

Thema: „kleine Helfer“ – die Arbeit von Kindern auf der Alm
Auf der Duslaualm waren im Laufe der Zeit etliche Hütebuben beschäftigt: Die Sennerinnen hatten zum Hüten des Viehs öfter einen “Kiabua”, manchmal auch ein “Hiatamadl” als Hilfskraft an ihrer Seite. Die Hütekinder waren zwischen acht und 15 Jahre alt und stammten meist aus der Familie des Almbauern oder aus ärmeren Familien, die froh waren, wenn den Sommer über ein Esser weniger am Tisch saß. Für die Zeit auf der Alm wurden sie von der Schule freigestellt. In einer Hörstation erzählt ein Hirtenjunge von seinem Almsommer.

Im Almgebäude finden zudem museumspädagogische Programme für Kinder, wie z.B. das Buttern, statt.