Präsentationszeit: 1960er-Jahre
Antrieb: ab 1954 Elektromotor, davor Dieselmotor
Technische Ausstattung: Sägegatter der Fa. Esterer, Altötting, Typ HND, Baujahr 1927; Doppelsäumer; Kappsäge; Schleifapparat
Das Sägewerk ist ein in dieser Vollständigkeit seltenes bauliches Denkmal. Die Ausstattung ist außerordentlich gut erhalten und bietet dadurch auch einen authentischen Einblick in einen kleingewerblichen Familienbetrieb, wie er bis in die 1960er-Jahre typisch für den ländlichen Raum war.
Das Herzstück des technischen Inventars bildet das Sägegatter, hergestellt von der Firma Esterer aus Altötting. Zu sehen sind außerdem ein Doppelsäumer, eine Kappsäge sowie der Schleifapparat im „Sägstüberl“. Die Maschinen werden von einem Elektromotor (ROTA Apparat Esslingen, Baujahr 1954) im Untergeschoss angetrieben.
Das Sägewerk “in vollem Betrieb” ist täglich zu sehen und zu hören.
Die Geschichte des Familienbetriebs begann 1928, als der Zimmererpolier Andreas Hainz das Sägewerk nahe der Wallfahrtskirche St. Leonhard nördlich von Schönegg erbaute. Ein paar Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg (1948) entschloss er sich, das Sägewerk zu verlegen: Es wurde abgebaut und mitten im Dorf, direkt gegenüber dem Hof der Familie Hainz und der zugehörigen Schreinerwerkstatt, wieder aufgebaut. Bis 1966 war das Sägewerk dann an einen Bauunternehmer aus München verpachtet, der im Lohnschnitt Bauholz und Schreinerware produzieren ließ. In der Zeit danach lief das Sägegatter hauptsächlich, um Holz für den Eigenbedarf in der Schreinerei zu schneiden.







