Streuhütte aus Kerschlach

Ein Stadel mit drei geschlossenen Seiten. Die vierte Seite ist offen, hat aber einen Dachüberstand. Im Stadel aus Holz befindet sich Heu.

Präsentationszeit: 1940er-Jahre

In dem eingeschossigen Kleinanwesen “Beim Hirten” herrschte stets Platzknappheit. Weil das Haupthaus nicht mehr erweitert werden konnte, baute der Hofbesitzer Georg Dischner senior daher 1914 einen Stadel, der ein paar Jahre später (1922) noch einmal erweitert werden musste. Er diente der Lagerung von Heu und Stroh.

Mit seinem ausladenden Vordach ähnelt dieser verschalte Ständerbau den kleinen Scheunen, die noch heute zum Teil das Bild der voralpenländischen Moorwiesen prägen. Inzwischen funktionslos geworden, verschwinden sie allerdings zunehmend aus dem Landschaftsbild.

Der Stadel aus Kerschlach fiel im August 2021 einem Brand durch Blitzschlag zum Opfer. Er wurde 2024 rekonstruiert.