Stallstadel aus Ramsau, Möslerlehen

Im Winterkleid präsentiert sich ein mit Legschindeln gedecktes Haus.

Präsentationszeit: Anfang 20. Jahrhundert
 
Der Stallstadel war ehemals Teil eines Berchtesgadener Zwiehofs. Im gemauerten Erdgeschoss befinden sich Stall und Krautstall, im OG lagerte man Heu und landwirtschaftliche Geräte.

Das Besondere bei diesem traditionellen Stallstadel ist, dass die Unterbringung des Viehs und die Lagerung der Ernte unter einem Dach kombiniert wurden. Die Hanglage ermöglichte es dem Bauern, über eine Hocheinfahrt mit dem Wagen direkt auf die Tenne zu fahren.

Gemeinsam mit dem Wohnhaus aus Resten (51 a), dem Getreidekasten aus Ramsau (51 c, ebenfalls vom „Mösler-Lehen“) und der Hofmühle aus Unterlandtal (51 d) bildet der Getreidekasten das Ensemble „Berchtesgadener Zwiehof“.

Die Bezeichnung „Zwiehof“ verweist auf die beiden Hauptgebäude: das Wohnhaus mit Feuerstelle, Wohnstube und (Vorrats-)Kammern sowie den Stadel mit integriertem Stall. Je nach Hofgröße konnten weitere Nebengebäude hinzukommen, etwa Backofen, Getreidespeicher, Flachsbrechhütte oder eine eigene Hofmühle.