Das Waaghaus stammt aus Gut Acheleschwaig, einer ehemaligen Außenstelle des heutigen Haupt- und Landgestüts Schwaiganger. Errichtet wurde es dort 1907/08. Fuhrwerke, die Heu und Stroh anlieferten, rollten zum Wiegen durch ein großes Tor in das Gebäude hinein, wo sie sich auf die Waagenbrücke stellten. Im Anbau konnte das Gewicht abgelesen und auf Wiegescheine quittiert werden. Anschließend fuhren die Fuhrwerke durch ein zweites Tor auf der gegenüberliegenden Seite wieder ins Freie.
Der schmucklose Zweckbau verfügt über eine ausgeklügelte Dachkonstruktion, ein sogenanntes Hängewerk. Dadurch werden störende Stützen und Streben im Durchfahrtsbereich vermieden. Von der eigentlichen Technik der Bodenbrückenwaage ist kaum etwas zu sehen. Nur Postament und Laufgewichtshebel zum Herbeiführen des Gleichgewichts sind im Anbau montiert, die restliche Mechanik verbirgt sich in einer betonierten Grube. Die Waage selbst ist wie das Gebäude im Originalzustand, funktioniert auch im Museum noch tadellos und wird bei besonderen Anlässen vorgeführt.





