Präsentationszeit: um 1970
Die Alm gehörte zum Weberbauer-Hof in Schleching. Das Gebäude ist kein Holzbau, die Wände wurden vielmehr aus Bruchsteinen errichtet. Über dem Wohnteil ist das Dach mit Blechbahnen eingedeckt, während auf dem Wirtschaftsteil noch die traditionellen Holzschindeln liegen. Die Ausstattung ist zweckmäßig, aber liebenswert im Detail.
Beim Abbau des Gebäudes machten Museumsmitarbeiter eine aufregende Entdeckung: Im Wohnbereich des Kasers gab es ein Versteck für Wilderermunition. In die Balkenlage direkt über einem Pfannenhalter war ein circa drei Zentimeter großes Loch gebohrt worden, ein Versteck für zwei Gewehrpatronen. Die Öffnung war unauffällig mit einem Fetzen Zeitungspapier (vom 9. April 1925) und Kalkputz verschlossen worden. Almhütten wurden von Wildereren immer wieder als eine Art Basislager genutzt. Sie versteckten hier Gewehr, Munition, erlegtes Wild oder sich selbst vor den Jägern.
Auch heute noch ist die Haidenholzalm als sogenannte Berechtigungsalm in Staatsbesitz. 1810 standen 14 Almgebäude auf der Alm, 1908 gab es noch acht und 1925 wurden noch fünf genutzt. Die Weberbaueralm wurde bis 1999 bewirtschaftet. Vor Ort steht mittlerweile ein moderner Ersatzbau, die alte baufällige Alm war für eine zeitgemäße Bewirtschaftung zu klein geworden. Heute gibt es auf der Haidenholzalm nur noch zwei aktive Almbauern.
Eine Besonderheit des Gebäudes ist die weitgehend vollständig erhaltene Ausstattung, die das Almleben in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts dokumentiert.







