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Kreativtipps für Zuhause: Springerle

Springerle sind – vermutlich schon seit dem 17. Jahrhundert – vor allem in Süddeutschland, im Elsass und in der Schweiz verbreitet. Wir kennen das filigrane süße Gebäck heute nur als süße Leckerei in der Weihnachtszeit oder als Christbaumschmuck, in der Vergangenheit wurden sie jedoch auch zu anderen kirchlichen oder familiären Festen gebacken und verschenkt. Entsprechend vielfältig und symbolträchtig sind die Motive: zum Beispiel Kavalier und Dame wie in unserem Fall, aber auch Reiter, Hirsch, Storch, Herzen, Tauben, Blumen oder biblische Szenen.

Der Name „Springerle“ leitet sich vermutlich entweder von der sehr häufigen Darstellung eines Reiters auf springendem Pferd oder dem besonderen Aussehen nach dem Backen ab. Durch die lange Ruhephase der geprägten Teigstücke, "springt" beim Backen das weiße Bildchen über dem goldgelben "Füßchen" hoch. Wenn das gelingt, sind die Springerle perfekt geraten.

Das braucht man:

  • 4 frische Eier
  • 500 g Puderzucher
  • abgeriebene Schale einer Zitrone
  • 1 EL Arrak oder Rum (je nach Geschmack)
  • 500 g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 EL Anissamen
  • Holzmodel

So geht's:

  1. Die Eier und den Zucker mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe weißschaumig rühren. Zitronenschale und evtl. Arrak oder Rum zugeben. Das Mehl mit dem Backpulver sieben und zwei Drittel davon kurz auf niedrigster Stufe unterrühren. Das restliche Mehl unterkneten.
  2. Den Teig portionsweise gut 1 cm dick ausrollen. Die Holzmodel mit Mehl bestauben, fest auf die Teigplatte drücken und wieder abnehmen. Zusammenhängende Modelabdrücke und überstehende Ränder mit einem scharfen Messer abtrennen, anhaftendes Mehl mit dem Pinsel entfernen. Das Backblech mit Anissamen bestreuen. Die Plätzchen im Abstand von 3 cm auf das Backblech legen, mit einem Tuch bedecken und mindestens über Nacht trocknen lassen.
  3. Den Ofen vorheizen und zunächst 2 Probeplätzchen backen. Die Plätzchen mit Pergamentpapier bedecken und sehr hell backen. Sie sollen oben weiß bleiben und hellbraune „Füßchen“ haben. Falls sie keine „Füßchen“ bekommen, sind sie zu sehr ausgetrocknet. In diesem Fall die Plätzchen vor dem Backen auf der Unterseite mit Wasser bepinseln. Zum Weichwerden ca. 4 Wochen lagern.